der Baukredit

Der Baukredit ist im Grunde genommen nur eine andere Bezeichnung für die Immobilienfinanzierung. Dabei ist stets zu beachten, dass der Baukredit als solches aus mehreren Bestandteilen zusammen gesetzt werden sollte, um eine möglichst sichere und solide Finanzierung zu erhalten. Bevor man sich für die Aufnahme eines Baukredits entscheidet, müssen zudem einige Vorbereitungen getroffen und eine möglichst genaue Kalkulation aufgestellt werden.


Vorbereitungen

Für die Vorbereitung zur Aufnahme eines Baukredits benötigt man eine Kalkulation. Diese setzt sich zusammen aus der Ermittlung des zur Verfügung stehenden Eigenkapitals und der Ermittlung der möglichen monatlichen Belastung. Zum Eigenkapital zählen sämtliche finanziellen Mittel, die man kurzfristig verfügbar machen kann, also Bankguthaben, Bausparverträge, Fondsanteile, Sparguthaben usw. Aber auch die Eigenleistungen, sofern man diese denn erbringen kann, zählen zum Eigenkapital. Wichtig ist es in diesem Zusammenhang, dass man sich bei den Eigenleistungen nicht überschätzt. So sollte man den Einbau der sanitären Anlagen nicht einem Laien überlassen, sondern vielmehr vom Profi durchführen lassen. Das bedeutet aber auch, dass man hier nur dann Eigenleistungen erbringen kann, wenn man auch in der Lage ist, einen speziellen Profi zu stellen, diesen also in der Familie hat. Die monatliche Belastung, die man tragen kann, errechnet sich dabei aus einer gesamten Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben. Dabei ist es natürlich wichtig, dass man nach Abzug aller Ausgaben von den Einnahmen auch noch einen kleinen Sicherheitspuffer mit einrechnet, mit dessen Hilfe unvorhergesehene Kosten getragen werden können.


Abschluss des Baukredits

Der Abschluss der Kredite erfolgt sodann bei der Hausbank oder einer anderen Bank. Bevor man sich hier für eine bestimmte Bank entscheidet, sollte man verschiedene Angebote miteinander vergleichen. Das gleiche gilt auch für eine Kreditkarten, Wollen Sie sich eine Kreditkarte zulegen, ist ein Kreditkartenvergleich ratsam. Der Darlehensbetrag sollte maximal 60 Prozent des Beleihungswertes betragen. Bis zu dieser Höhe kann die Bank eine erstrangige Grundschuld im Grundbuch eintragen, das Darlehen also entsprechend hoch absichern. Alle Darlehen, die über diesen Betrag hinaus gehen, müssen zusätzlich mit einer zweitrangigen Grundschuld besichert werden, wodurch ein höheres Kreditausfallrisiko für die Bank entsteht. Deshalb wird sie bei einem solchen Baukredit auch höhere Zinsen verlangen. Da aber die Beträge, um die es bei einem Baukredit geht, im sechsstelligen Bereich liegen, können bereits minimale unterschiede bei den Kreditzinsen zu Mehrkosten von einigen Tausend Euro führen.

Sinnvoller ist es von daher, den Baukredit von der Bank um zinsgünstige, staatliche Darlehen zu ergänzen, die von der KfW gewährt werden. Dabei handelt es sich um staatliche Fördermittel zum Erwerb des Eigenheims, die in verschiedenen Programmen geregelt sind und unterschiedliche Höhen aufweisen können. Über die Details sollte der Sachbearbeiter in der Bank jedoch Auskunft geben und zu einem bestimmten Förderprogramm raten.

Ebenfalls darf man das Bauspardarlehen nicht vergessen, welches einen weiteren Bestandteil beim Baukredit ausmacht. Das Bauspardarlehen kann man jedoch nur dann erhalten, wenn man auch einen Bausparvertrag abgeschlossen hat. Dieser muss zudem bereits die Zuteilungsreife erlangt haben. Dabei ist zu beachten, dass der Bausparvertrag dann zuteilungsreif wird, wenn die Mindestvertragslaufzeit eingehalten und die Mindestsumme angespart wurde. Des Weiteren muss die Bewertungskennzahl des Bausparvertrages einen vorgegebenen Wert erreicht haben. Erst dann erfolgt die Zuteilung des Bausparvertrages und es kann ein Bauspardarlehen gewährt werden.

Der Baukredit (z.B. der Riester Baukredit der Dresdner) sollte also stets auf möglichst viele, verschiedene Säulen gestellt werden, um eine wirklich solide Finanzierung zu gewährleisten. Deshalb ist es wichtig, sich vor der Aufnahme eines Baukredits möglichst umfassend beraten zu lassen und verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen.