die richtige Immobilienfinanzierung

Egal, ob man ein Haus bauen oder kaufen möchte, die Kosten für ein solches Vorhaben übersteigen die eigenen Mittel doch in den meisten Fällen erheblich. Deshalb wird man nicht umhin kommen, ein Darlehen aufzunehmen. In beiden Fällen spricht man jedoch nicht von einem einfachen Darlehen, sondern vielmehr von einer Immobilienfinanzierung, die sich aus mehreren Bausteinen zusammen setzt. Da es hierbei in der Regel um Beträge von einigen Hunderttausend Euro geht, sollte man stets einen Vergleich durchführen, bevor man sich für eine bestimmte Immobilienfinanzierung entscheidet.

Vorbereitungen

Zu den Vorbereitungen vor der Aufnahme einer Immobilienfinanzierung gehört vor allen Dingen die Überprüfung der eigenen Mittel. Zunächst einmal sollte man also feststellen, welches Eigenkapital zur Verfügung steht. Zum Eigenkapital zählen dabei unter anderem die Spareinlagen auf diversen Bankkonten und Sparbüchern. Des Weiteren können auch Fondsanteile zum Eigenkapital gezählt werden, eben alle finanziellen Mittel, die man schnell flüssig machen kann. Der Bausparvertrag ist dabei ebenfalls zum Eigenkapital zu zählen.

An zweiter Stelle steht die Prüfung, welche monatliche Belastung man tragen kann. Hierfür lohnt die Aufstellung eines Haushaltsbuches. Dabei werden sämtliche Einnahmen und Ausgaben gegenüber gestellt. Die Differenz ergibt den zur Verfügung stehenden Betrag, mit dem man seine Finanzierung abzahlen kann. Allerdings sollte hier noch ein Puffer eingerechnet werden für unvorhersehbare Kosten, wie die Reparatur des Autos oder ähnliches. Daraus ergibt sich also, wie hoch die monatliche Rate maximal sein darf.

Das Darlehen

Mit diesen Angaben kann man sich dann auf den Weg zur Bank machen und eine Immobilienfinanzierung beantragen. Sind die Zinsen für diese gerade sehr niedrig, wie es aktuell der Fall ist, lohnt es sich, eine möglichst lange Zinsbindungsfrist zu vereinbaren. Dadurch wird der Zinssatz für das Darlehen für eine bestimmte Laufzeit, häufig zwischen zehn und 20 Jahren, fest vereinbart, kann also nicht mehr angepasst werden. Für den Hauskäufer oder den Bauherrn ergibt sich somit eine sichere Planungsgrundlage. Zwar werden die Banken hier kleinere Aufschläge für die Zinsbindung berechnen, allerdings sind diese allemal günstiger, als sprunghaft ansteigende Zinsen und sich ständig verändernde Raten während der Laufzeit.

Des Weiteren sollte man bedenken, dass eine Darlehensaufnahme bei der Bank nicht höher als 60 Prozent des Beleihungswertes ausfallen sollte. Bis zu diesem Betrag kann die Bank noch eine erstrangige Grundschuld im Grundbuch eintragen und das Darlehen so relativ gut besichern. Bei höheren Darlehen muss eine zweitrangige Grundschuld eingetragen werden, die wiederum für höhere Zinsen sorgt.

Der Bausparvertrag

Wie eingangs erwähnt, kann die im Bausparvertrag angesparte Bausparsumme zum Eigenkapital gezählt werden. Des Weiteren lässt sich bei einem zuteilungsreifen Bausparvertrag ein zinsgünstiges Bauspardarlehen beantragen. Dieses kann durchaus bis zu 80 Prozent des Beleihungswertes ausmachen. Die Zinsen bleiben dennoch günstig. Wichtig ist nur, dass der Bausparvertrag bereits ausreichend bespart wurde, damit das Bauspardarlehen auch schon ausgezahlt werden kann. Dies ist nämlich erst nach Erreichen der Zuteilungsreife des Vertrages möglich.

Zusätzlich kann man sich nach möglichen Förderungen erkundigen, die der Staat in Form zinsgünstiger Darlehen gewährt. Meist müssen diese über die Hausbank beantragt werden, die Darlehen selbst werden jedoch von der Kreditanstalt für Wiederaufbau ausgezahlt. Dabei stehen unterschiedliche Programme zur Förderung von Wohneigentum zur Verfügung, die man mitunter auch kombinieren kann. Die Beratung durch den Fachmann ist aufgrund der Komplexität des Ganzen jedoch unbedingt anzuraten.

Alle diese grundlegenen Dinge lernt man bei der Immobilienmakler Ausbildung die jeder ausführen kann, da es kein richtiger Ausbildungsberuf ist.