die verschiedenen Bauarten
Wer sich mit dem Gedanken an den Bau des eigenen Hauses trägt, der sollte sich vorab gründlich informieren. Zunächst einmal sind dabei natürlich die Bauarten, derer es verschiedene gibt. So unterscheidet man grundsätzlich zwischen einem Massiv- und einem Fertighaus. Beide Varianten des Baus bieten durchaus ihre Vorteile, sind aber genauso mit einigen Nachteilen versehen.
Das Massivhaus
Das Massivhaus zum Beispiel, als ursprüngliche Bauform, orientiert sich an dem klassischen Bau eines Hauses. So wird man hier noch Stein auf Stein bauen. Dabei besteht das Massivhaus ausschließlich aus Steinen und Mauern. Holzkonstruktionen werden beim Bau nicht verwendet, das heißt, es wird kein Grundgerüst aufgestellt, sondern wirklich eine Mauer nach der anderen aufgebaut. Dabei kommen keinerlei Fertigbauteile zum Einsatz. Der Nachteil, der sich aus dieser Bauart ergibt, liegt also auf der Hand: Ein Massivhaus wird sich in der Bauzeit doch deutlich von anderen Häusern unterscheiden. So muss man mit Bauzeiten von mehreren Monaten rechnen, bevor das Massivhaus endgültig errichtet worden ist.
Für den Bau des Massivhauses werden dabei vor allen Dingen KS-Steine und Porotonsteine verwendet, aber auch Gasbeton und Ziegelmauerwerk kommen zum Einsatz. Da die Bauweise Stein auf Stein erfolgt, muss man sich darüber im Klaren sein, dass ein Massivhaus auch eine entsprechende Trocknungszeit benötigt, bevor man einziehen kann. Wird die Trocknungszeit zu kurz gewählt, so kann man mit Feuchtigkeit im ganzen Haus rechen, die wiederum zur Schimmelbildung führen kann. Deshalb sollte man immer einen großzügigen Zeitplan beim Bau eines Massivhauses vorweisen können.
Die Vorteile des Massivhauses finden sich dabei hauptsächlich in den dicken Mauern. Durch diese wird im Sommer die Wärme von draußen abgehalten, sodass es in einem Massivhaus nicht zu warm wird. Im Winter kann man die Heizungswärme besser im Haus behalten, wofür die dicken Außenwände genauso verantwortlich sind. Dies ist insofern wichtig, als dass sich teure Heizkosten vermeiden lassen. Allerdings ist ein Massivhaus auch deutlich teurer, als ein Fertighaus beispielsweise.
Das Fertighaus
Das Fertighaus ist eine weitere Bauart, die sich heute stetig steigender Beliebtheit erfreut. Der große Vorteil liegt hierbei im Preis und der Bauzeit. Sämtliche Bauteile für das Fertighaus werden schon in der Fabrik vorgefertigt, teilweise schon zusammen montiert. Sie müssen dann nur noch an den jeweiligen Aufstellungsort transportiert und dort zusammen gefügt werden. Dadurch entsteht die Möglichkeit, das Fertighaus, welches häufig auch als Typenhaus bezeichnet wird, binnen zwei bis drei Tagen aufzubauen.
Als Grundlage dient eine Holzkonstruktion, die als Rahmen zuerst aufgestellt wird. Danach erst folgt das Einsetzen der restlichen Bauteile für das Fertighaus, weshalb man hier häufig auch von der Skelettbauweise spricht. Grundsätzlich unterscheidet man beim Fertighaus zwischen einzelnen Bauteilen, die binnen weniger Tage und ohne Trocknungszeiten zusammen gefügt werden können und den Bauteilen, die bereits mit Fliesen usw. versehen sind. In letzterem Fall kann auch der Innenausbau des Hauses noch einmal schneller vonstatten gehen.
Das Fertighaus ist grundsätzlich deutlich preiswerter als ein Massivhaus. Allerdings erhält man in der Regel keine Unterkellerung eines solchen Hauses, diese muss zusätzlich in Auftrag gegeben werden und verursacht somit auch entsprechende Mehrkosten. Deshalb gilt es, hier genau zu kalkulieren, wie hoch der Endpreis für das Fertighaus ist, bevor man sich für ein solches entscheidet.
Bei beiden oben genannten Bauvarianten ist ein - in der Regel gemauertes - Kellerwerk möglich. Das verursacht natürlich zusätzliche Kosten, schafft aber auch Platz für Gartengeräte, Vorräte, Fahrräder etc. Damit das Kellerwerk auch in den Folgejahren nicht feucht wird ,ist auf eine sorgfältige Ausführung der Außen"haut", z.B. aus einer Dickbeschichtung zu achten.
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