Forward Darlehen - Kosten und Konditionen

Ein Forward Darlehen kann dem Kreditnehmer bei „passender“ Anwendung einen deutlichen Zinsvorteil verschaffen, falls die Hypothekenzinsen vom Zeitpunkt des Darlehensabschlusses bis hin zur Fälligkeit der aktuellen Zinsfestschreibung stärker ansteigen werden. Da dieses aber keineswegs immer sicher ist und man schon gar nicht fest davon ausgehen kann, dass die Zinsen durchschnittlich immer mehr steigen, als man an Zinsaufschlag beim Forward Darlehen zahlen muss, sollte man die entstehenden Kosten auf jeden Fall in die Kalkulation mit einbeziehen. Was genau sind die Kosten beim Forward Darlehen und wie sehen die Konditionen aus? Der Forward Darlehen Zinssatz setzt sich im Grunde indirekt aus zwei Teilen zusammen. Zunächst beinhaltet der Zinssatz den ganz normalen Zinssatz, den man als Kreditnehmer aktuell für die Inanspruchnahme eines Immobilienkredites zahlen muss.

Der zweite Teil des Zinssatzes wird auch als Zinsaufschlag bezeichnet und zählt zu den Kosten des Forward Darlehen. Die exakte Höhe des Zinsaufschlages legt jede Bank für sich selber fest, in der Regel kann man durchschnittlich von einer Höhe des Zinsaufschlags zwischen 0,30 und 0,50 Prozent ausgehen. Diesen erhöhten Zinssatz zahlt der Kreditnehmer dann allerdings während der gesamten Laufzeit des Forward Darlehens, das ist ein wichtiger Teil der Konditionen dieser Darlehensart. Ebenfalls zu den Konditionen gehört die Tatsache, dass der Darlehensbetrag erst dann ausgezahlt wird, wenn das bisher genutzte Darlehen fällig wurde. Es kann also durchaus vorkommen, dass zwischen Darlehnsabschluss und Auszahlung der Kreditsumme mitunter mehrere Jahre liegen. Ein weiterer Teil des Konditionen ist, dass der vereinbarte Zinssatz im Rahmen des Forward Darlehen für die gesamte Laufzeit des Darlehens gilt, es handelt sich also auch hier um eine Zinsfestschreibung.